Interaktive Grafiken

Fürsorgedichte in Berlin - 2007 bis 2020

Juni 2021 | Am Jahresende 2020 bezogen rund 583.000 Berlinerinnen und Berliner Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende nach SGB II oder im Alter und bei Erwerbsminderung nach SGB XII (Kapitel 4) bzw. Hilfe zum Lebensunterhalt nach SGB XII (Kapitel 3). Das waren 15,5 Prozent der Gesamtbevölkerung oder 155 Personen je 1.000 Einwohner. Fast jeder sechste in der Hauptstadt gemeldete Einwohner war somit (ergänzend) auf eine der genannten Grundsicherungsleistungen angewiesen.

Vollzeitbeschäftigte mit Niedriglohn in den Kreisen und kreisfreien Städten

Vollzeitbeschäftigte im NiedriglohnbereichAugust 2020 | Von knapp 21,6 Millionen Vollzeitbeschäftigten Ende 2019 mussten sich knapp 4,1 Millionen Personen oder 18,8 Prozent mit einem Niedriglohn begnügen - im Westen waren es rd. 2,87 Millionen Personen (16,3%), im Osten einschließlich Berlin rd. 1,18 Millionen Personen (30,4%). Auf Basis der regionalen Niedriglohnschwellen waren im Westen gut 3,2 Millionen Personen (18,2%) und im Osten knapp 0,6 Millionen Personen (15,3%) betroffen.
Auf Basis der bundeseinheitlichen Niedriglohnschwelle (Deutschland 2019: 2.267 EUR/M) konzentrieren sich die hohen Niedriglohnquoten in den Kreisen und Städten der ostdeutschen Bundesländer. Bei Rückgriff auf die regionalen Niedriglohnschwellen - West 2019: 2.350 EUR/M, Ost mit Berlin 2019: 1.885 EUR/M) - finden sich die Niedriglohn-Hotspots hingegen in westdeutschen Städten und Kreisen.

Rentenversicherungsbericht 2020

November 2020 | Alle Jahre wieder erweckt die Bundesregierung in ihrem Rentenversicherungsbericht den Eindruck, die unter Rot-Grün zu Beginn des Jahrhunderts eingeleitete drastische Senkung des Rentenniveaus könne durch staatlich geförderte Privatvorsorge (»Riester«-Rente) aufgefangen werden. - Ein Glaubensmantra ohne Hand und Fuß. 

Grundsicherungsquoten (SGB XII) 2005 - 2019 nach Ländern

Juli 2020 | Im Dezember 2019 erhielten bundesweit knapp 1,1 Millionen Personen Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach Kapitel 4 SGB XII. Bezogen auf die erwachsene Wohnbevölkerung entsprach dies einer Grundsicherungsquote von 1,56 Prozent. Zwischen den Bundesländern differieren die Anteile zum Teil erheblich. Vor allem bei der Grundsicherung im Alter heben sich die fünf neuen Bundesländer deutlich positiv ab vom Rest der Republik.

Messung von Einkommensarmut

August 2020 | Einkommensarmut wird anhand von Indikatoren zur Ungleichheit der Einkommensverteilung gemessen. Danach gilt als armutsgefährdet, wer ein monatliches Einkommen unterhalb von 60 Prozent des Durchschnitts bezieht. Für einen Single lag diese Schwelle 2018 bei 1.035 Euro im Monat. Zur Bezifferung der erforderlichen Höhe einzelner Sozialleistungen eignet sich der Schwellenwert allerdings nicht.

Niedriglöhne in der EU

Dezember 2020Niedriglohnschwelle und Niedriglohnquote sind statistische Verteilungskennziffern für die Spreizung der Löhne und Gehälter. Berechnungen zur Niedriglohnquote gründen regelmäßig auf einer Konvention der OECD, die als Niedriglohn einen Bruttolohn definiert, der unterhalb von zwei Dritteln des mittleren Bruttolohns (Median) liegt. Diese Definition ist relativ und damit unabhängig von der absoluten Höhe der Löhne. So weisen die Daten von EUROSTAT hohe Niedriglohnquoten bei gleichzeitig geringer Niedriglohnschwelle aus ebenso wie vergleichsweise geringe Niedriglohnquoten bei hohen Niedriglohnschwellen.

Bruttoschwellen und Durchschnittsentgelte 2012

Januar 2015 | Um sich aus der Harz-IV-Abhängigkeit zu lösen, müssen alleinstehende erwerbsfähige Leistungsberechtigte durch abhängige Beschäftigung eine bestimmte Entgelthöhe erzielen (bedarfsdeckende Bruttoschwelle). Die Chancen hierfür hängen neben vielen anderen Faktoren auch vom regionalen Lohnniveau ab (Durchschnittsentgelte). Die unterschiedliche Höhe der Bruttoschwellen wiederum wird maßgeblich bestimmt durch die regional stark schwankenden Kosten für Unterkunft und Heizung.

Wo der Mindestlohn nicht reicht

März 2014 | Rund 40 Prozent aller Singles im »Hartz-IV«-Bezug kommen selbst dann nicht über das Grundsicherungsniveau hinaus, wenn sie eine Vollzeitbeschäftigung zu einem Stundenlohn von 8,50 Euro hätten

Einheitlicher Mindestlohn in West und Ost

Oktober 2013 | Soll ein Mindestlohn bei vollzeitnaher Beschäftigung die Aufstockung durch Hartz IV vermeiden, ist eine Differenzierung der Mindestlohnhöhe zwischen Ost und West nicht zu rechtfertigen. Dies zeigt eine Auswertung von BA-Daten