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Rentnerinnen und Rentner – Gewinner der Pandemie?

Verqueres zu Corona-Krise und Altersbezügen

17. Mai 2021 | Im Windschatten der Pandemie macht sich verqueres Denken mittlerweile auch in der Rentendebatte breit. So werden die Rentner kurzerhand zu den ökonomischen Gewinnern der Corona-Pandemie erklärt. Dieser Gewinn summiere sich bis zum Jahr 2050 (!) auf angeblich fast 100 Milliarden Euro; entsprechend hoch falle die zusätzliche finanzielle Belastung der »Aktiven« aus, die das »Corona-Plus« bei den Renten am Ende stemmen müssten. Um das zu verhindern sei die befristete Deaktivierung des so genannten Nachholfaktors wieder aufzuheben. Was technisch verklausuliert daherkommt zielt am Ende auf die Rücknahme der 2018 vom Gesetzgeber verabschiedeten und zeitlich befristeten Niveaugarantie für die Rente.

Wird das Sicherungsniveau vor Steuern endgültig unbrauchbar?

Rentnererwerbstätigkeit erhöht das Rentenniveau

16. November 2020 | Das regelmäßig als Sicherungsniveau vor Steuern (SvS) ausgewiesene Rentenniveau droht ab kommendem Jahr noch ein Stück weit unbrauchbarer zu werden. Sollte der Gesetzgeber nicht rechtzeitig vor der Rentenanpassung 2021 entsprechende Korrekturen vornehmen, so wird das Rentenniveau auf Basis der Modellannahmen der Bundesregierung künftig dauerhaft rund einen Prozentpunkt höher ausgewiesen.

Viel Lärm um nichts?

Reaktivierung des Nachholfaktors bei der Rentenanpassung

23. Juni 2020 | In einem jüngst eingebrachten Antrag fordert die FDP-Bundestagsfraktion die Reaktivierung des bis 2025 ausgesetzten Nachholfaktors bei der Rentenanpassung. Mit dem Faktor werden gemeinhin Kürzungen des aktuellen Rentenwerts, die sich auf Basis der Anpassungsformel (etwa infolge sinkender Pro-Kopf-Löhne) ergeben, aufgrund der allgemeinen Schutzklausel aber ausgeschlossen sind, bei später positiven Anpassungssätzen nachgeholt. Künftige Erhöhungen des aktuellen Rentenwerts werden also gemindert. Wenn nun die Renten bei einem Pandemie-bedingten Rückgang der Pro-Kopf-Löhne »verschont« blieben, so hieße dies aus Sicht der FDP, »die Beitragszahlerinnen und Beitragszahler müssten finanzieren, dass die Renten langfristig stärker steigen als die Löhne«. – Diese Einschätzung beruht womöglich auf grundlegenden Verständnislücken der Anpassungsmechanik.

Wie umgehen mit Arbeitslosigkeit bei der Rente?

Forderung nach Beiträgen wegen ALG-II-Bezugs überzeugt nicht

rentenniveau-48-porzent-kumulierte-zusatzkosten_PS02. September 2019 | Seit rund zehn Jahren zählt die (Wieder-) Einführung von Rentenbeiträgen für Bezieher von Arbeitslosengeld II zu den sozialpolitischen Standardforderungen von Gewerkschaften, Sozial- und Wohlfahrtsverbänden sowie der Partei DIE LINKE. Der Bund soll Beiträge zur Rentenversicherung auf Basis des halben Durchschnittsentgelts aller Versicherten entrichten. Ein Jahr ALG-II-Bezug ergäbe dann eine einheitliche Rentenanwartschaft in Höhe von 0,5 Entgeltpunkten. - So plausibel die Forderung auf den ersten Blick erscheinen mag, so unausgegoren erweist sie sich auf den zweiten Blick. Es gibt eine überzeugendere Lösung zur rentenrechtlichen Absicherung von (Langzeit-) Arbeitslosen – und die ist in Teilen für eine kleine Personengruppe arbeitsloser ALG-II-Bezieher schon heute geltendes Recht.

»Boah krass«

493 Milliarden Euro für ein bisschen mehr Rentenniveau?

rentenniveau-48-porzent-kumulierte-zusatzkosten_PS28. August 2018 | »Wir werden darauf bestehen, dass die Bundesregierung ein stabiles Rentenniveau auch in den Zwanziger- und Dreißigerjahren gewährleistet und ein plausibles Finanzierungsmodell vorlegt.« - So Finanzminister Scholz (SPD) vor gut einer Woche. Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung beziffert die Kosten für ein stabiles Rentenniveau von 48 Prozent bis 2040 auf 493 Milliarden Euro und beruft sich dabei auf einen »renommierten Rentenökonomen«.

Gesetzliche Neuregelung senkt Durchschnittsbetrag

Bruttobedarf in der Grundsicherung nach SGB XII

Durchschnittlicher Bedarf in der Altersgrundsicherung13. August 2018 | Anfang August veröffentlichte das Statistische Bundesamt die Daten zur Grundsicherung nach SGB XII für März 2018. Gegenüber den Werten für Dezember 2017 ist der durchschnittliche Bruttobedarf fast durchgängig gesunken. Besonders auffällig ist der Rückgang unter den Empfängerinnen und Empfängern von Grundsicherung im Alter außerhalb von Einrichtungen; hier sank der durchschnittliche Bruttobedarf um 20 Euro auf 794 Euro monatlich. Gleichzeitig legte der durchschnittliche Nettobedarf weiter zu.

Kommissionsmitglied polemisiert gegen Umlagesystem

Ein stabiles Rentenniveau? - »Unbezahlbar!«

rentenniveau_48_2060_PS09. Mai 2018 | Am 3. Mai hat Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) die Mitglieder der Rentenkommission »Verlässlicher Generationenvertrag« vorgestellt. Unter ihnen ist auch Axel Börsch-Supan, Direktor des Munich Center for Economis of Aging. Dieser hatte genau zehn Tage zuvor eine dauerhafte Stabilisierung des Rentenniveaus bei 48 Prozent als »unbezahlbar« deklariert. 

Vermeintlich lebensnahes Beispiel

»Wer mehr arbeitet, hat weniger Geld«

Arm durch mehr Arbeit ?29. März 2018 | Nachdem der Nachweis, Hartz IV lohne sich oft mehr als Arbeit, kläglich gescheitert war, versuchte es die Frankfurter Allgemeine Zeitung nun einmal anders herum: »Wer mehr arbeitet, hat weniger Geld.« Portal Sozialpolitik hat auch diesmal nachgerechnet und kommt zu einem völlig anderen Befund.

»Hartz IV lohnt sich oft mehr als Arbeit« »Hartz IV lohnt sich oft mehr als Arbeit«